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Stückliste & Artikelnummern

Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2026

Manche Warenwirtschaften (ERP) kennen keinen konfigurierten Artikel, sondern nur Einzelartikel. Ein Banner 100 × 100 cm besteht dort aus 1 × Folie 1×1, 4 × Öse und 1 × Druckartikel. Mit einer Stückliste bestellt dein Shop genau diese Einzelartikel statt des konfigurierten Produkts. Die Verbindung stellen die Artikelnummern her, die du im Konfigurator bei Merkmalen und Werten pflegst. Dieser Artikel zeigt, wie du sie anlegst, was in der Bestellung landet und wie sich Magento, Shopware und PrestaShop unterscheiden.

So funktioniert es

  1. Du gibst Werten und Merkmalen im Konfigurator eine Artikelnummer, die einem Artikel in deinem Shop entspricht.
  2. Im Shop schaltest du die Stückliste in den Einstellungen des Plugins ein.
  3. Dein Kunde konfiguriert wie gewohnt. Im Warenkorb und an der Kasse sieht er das konfigurierte Produkt und kann es jederzeit ändern.
  4. Erst beim Abschicken der Bestellung ersetzt der Shop das konfigurierte Produkt durch die Einzelartikel. Die Bestellung – und damit dein ERP – enthält nur diese Artikel.

Ohne eingeschaltete Stückliste haben Artikelnummern keine Wirkung auf die Bestellung. Komponenten ohne Artikelnummern werden auch mit eingeschalteter Stückliste ganz normal als konfiguriertes Produkt bestellt.

Artikelnummern im Konfigurator

Bei Werten

Öffne einen Wert und trage unter Grundeinstellungen die Artikelnummer ein. Wählt der Kunde diesen Wert, kommt dieser Artikel auf die Stückliste. Für das Beispiel: Merkmal Format mit den Werten „1 × 1 m“ (Artikelnummer FOL-1x1) und „2 × 1 m“ (FOL-2x1).

Bei Merkmalen

Auswahl-Merkmale haben unter Auswahl-Einstellungen eine eigene Artikelnummer. Sie gilt, wenn der gewählte Wert keine eigene hat – ein Wert mit Artikelnummer geht immer vor. Für das Beispiel: Merkmal Ösen mit der Artikelnummer OES-10.

Eingabe-Merkmale (Kleines Eingabefeld, Großes Eingabefeld, Datum) und Berechnungs-Merkmale (Formel, Einfache Kombination, Preisliste, Produktattribut, Webservice) haben die Artikelnummer unter Verhalten.

Die Menge

Merkmal Menge auf der Stückliste
Auswahl mit Menge = Freie Eingabe oder Bereich Die Menge, die der Kunde einträgt
Auswahl ohne Menge 1 je gewähltem Wert
Mehrfachauswahl mit Mengen Die Menge je Wert
Eingabe-Merkmal 1, wenn der Kunde etwas einträgt
Berechnungs-Merkmal Das Ergebnis, siehe Mengen aus einer Formel

Die Menge eines Auswahl-Merkmals stellst du unter Auswahl-Einstellungen bei Menge ein (Nein, Freie Eingabe, Bereich mit Min. Menge und Max. Menge).

Was nicht auf die Stückliste kommt

  • Merkmale ohne Wert, z. B. ein leeres Eingabefeld.
  • Merkmale, die eine Regel gerade ausblendet.
  • Merkmale mit der Sichtbarkeit Nur Shop. Ein Merkmal, das nur für die Stückliste rechnet und das der Kunde nicht sehen soll, bekommt Nein (versteckt).

Der Export der Werte als Tabelle enthält die Artikelnummern nicht – nach einem Import pflegst du sie von Hand, siehe Merkmale & Werte anlegen.

Einschalten

Magento 2 Shopware 6 PrestaShop 9
Einstellung Produkte für Optionen unter justSelling → configento.app → Konfiguration, Gruppe Cart, Checkout and Backend Stückliste bei Bestellung erstellen in der Konfiguration des Plugins Stückliste bei Bestellung erstellen unter Konfigurieren in der Modulverwaltung
Ab Version 5.0.0-beta24 5.1.0 0.5.0
Artikelnummer entspricht der SKU eines einfachen Produkts der Produktnummer – auch einer Variante der Referenz – auch einer Kombination

Eine Artikelnummer muss genau einen bestellbaren Artikel treffen: aktiv, im Shop beziehungsweise Verkaufskanal sichtbar und – wenn das Lager geführt wird – vorrätig. Ein Produkt mit Varianten oder Kombinationen nennt keinen bestimmten Artikel; trage die Nummer der Variante ein.

Beim HTML-Snippet gibt es keine Bestellung im Shop. Die Artikelnummern gehen dort mit dem Aktions-Button weiter – als sku (Merkmal), choiceSku (Wert) und valueQty (Menge) je Merkmal, z. B. an dein CRM.

Der Preis

Die Bestellung trägt die Preise der Einzelartikel aus dem Shop, nicht den Preis aus dem Konfigurator. Deshalb kostet schon die Warenkorbzeile genau so viel wie ihre Einzelartikel, gerechnet mit den Preisen, Staffeln, Steuern und der Rundung deines Shops. Ändert sich ein Artikelpreis, während die Konfiguration im Warenkorb liegt, rechnen Warenkorb und Kasse neu.

Damit der Kunde im Warenkorb sieht, was ihm der Konfigurator gezeigt hat, muss der Konfigurator dasselbe rechnen. Am einfachsten gibst du den Werten dieselben Preise wie den Artikeln im Shop. Weicht der Konfigurator nur um Rundungs-Cents ab, gilt der Shop-Preis; weicht er deutlich ab, nimmt der Warenkorb die Konfiguration nicht an (siehe unten).

Mengen aus einer Formel

Ein Berechnungs-Merkmal mit Artikelnummer bestellt sein Ergebnis als Menge, z. B. die Folie nach Fläche. Shops kennen nur ganze Mengen. Lege den Artikel im Shop deshalb in der Einheit an, in der die Formel rechnet, und runde in der Formel: Folie je 0,1 m² wird bei einer Breite und Höhe in cm zu ceil($breite * $hoehe / 1000). Gib dem Merkmal die Sichtbarkeit Nein (versteckt), wenn der Kunde die Zahl nicht sehen soll. Mehr zu Formeln: Berechnungs-Merkmale.

Prüfung, bevor ein Kunde bestellt

  • Im Backend siehst du für jedes Produkt mit Konfigurator alle Artikelnummern der Komponente mit dem Artikel, den der Shop dazu findet – oder den Grund, warum nicht. In Shopware und PrestaShop steht das im Reiter configento.app am Produkt, in Magento unter justSelling → configento.app → Stückliste prüfen.
  • Ein Hinweis im Backend nennt Produkte, deren Stückliste nicht zum Katalog passt, mit Link zum Produkt. Der Shop prüft das höchstens einmal pro Stunde neu.

Kann eine Konfiguration nicht als Stückliste bestellt werden – eine Artikelnummer fehlt, trifft mehrere Artikel, ein Artikel ist nicht bestellbar, eine Menge ist keine ganze Zahl oder der Preis weicht deutlich ab –, kommt sie nicht in den Warenkorb. Der Kunde sieht „… kann gerade nicht bestellt werden. Der Shop wurde informiert.“ Du bekommst eine Mail an die Shop-Adresse (höchstens einmal am Tag pro Komponente), den Hinweis im Backend und einen Eintrag im Log.

In der Bestellung

  • Die Bestellung enthält nur die Einzelartikel – mit Artikelnummer, Steuer und Lagerabgang. In Magento und Shopware nennt jede Position die Konfiguration, zu der sie gehört („Teil von …“). In PrestaShop zeigt das die Bestellansicht im Backend; liegt ein Einzelartikel zusätzlich im Warenkorb, fasst PrestaShop beide zu einer Position zusammen.
  • In der Bestellansicht im Backend steht bei jeder Konfiguration die Stückliste mit Artikelnummer und Menge.
  • Bricht der Kunde die Zahlung ab und bekommt seinen Warenkorb zurück, oder bestellt er später nach, liegt dort wieder das konfigurierte Produkt – nie die Einzelartikel.
  • Für ERP-Anbindungen meldet das Plugin jede erstellte Stückliste: Magento mit dem Event configento_part_list_created, Shopware mit PartListCreatedEvent, PrestaShop mit dem Hook actionConfigentoPartListCreated.

Würde sich beim Tausch die Bestellsumme ändern, bestellt der Shop das konfigurierte Produkt und vermerkt den Grund an der Bestellung (Magento: Bestellkommentar, Shopware: interner Kommentar, PrestaShop: interne Notiz). Du bekommst außerdem eine Mail. Typische Ursachen:

  • Rabatte nur für das konfigurierte Produkt – eine Warenkorbregel oder ein Gutschein, der nur für dieses Produkt gilt, entfällt mit ihm.
  • Versand nach Gewicht oder pro Artikel (Shopware, PrestaShop) – wiegen die Einzelartikel anders als das konfigurierte Produkt, ändern sich die Versandkosten. Gib dem konfigurierten Produkt das Gewicht der Einzelartikel oder versende nach Preis. Magento übernimmt beim Bestellen die Versandkosten, die der Kunde bestätigt hat.

Fehlersuche

  1. Die Bestellung enthält das konfigurierte Produkt – die Stückliste ist im Plugin nicht eingeschaltet, oder die Komponente hat keine Artikelnummern. Hat der Shop zurückgeschaltet, steht der Grund an der Bestellung.
  2. „… kann gerade nicht bestellt werden“ – öffne die Prüfung im Backend (siehe oben); dort steht bei jeder Artikelnummer, was nicht passt. Prüfe die Schreibweise genau, auch Leerzeichen.
  3. Der Warenkorb zeigt einen anderen Preis als der Konfigurator – die Preise der Werte entsprechen nicht den Preisen der Artikel im Shop.
  4. „Die Menge ist keine ganze Zahl“ – runde in der Formel, siehe Mengen aus einer Formel.

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